BIOGRAPHIE

Der niederländische Tenor Marcel Beekman [geboren 1969] begann seine Karriere bereits im jungen Alter als Knabensopran. Anfang der 80er Jahre nahm er mehrere Langspielplatten auf, welche regelmäßig im niederländischen Rundfunk gespielt wurden und ihn bekannt machten.

Nachdem er 1993 sein Gesangsdiplom mit Auszeichnung bestanden hatte, setzte er sein Gesangsstudium bei Margreet Honig in Amsterdam fort.

Marcel Beekman ist ein weltweit gefragter Solist für das barocke, klassische und zeitgenössische Konzert- und Opernrepetoire. Er ist gern gesehener Gast bei Orchestern wie den Berliner Symphonikern, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, Musica Antiqua Köln, Les Arts Florissants, dem Schönberg Ensemble, Sinfonietta Amsterdam, dem Orchester des Achtzehnten Jahrhunderts, der Niederländischen Bachvereinigung, dem Combattimento Consort, Gulbenkian Lissabon, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, Orchestra di Padova e del Veneto und bei allen namhaften niederländischen Orchestern wie Nederlands Philharmonisch Orkest, Radio Symfonie Orkest, Rotterdams Philharmonisch Orkest und Residentie Orkest.

Er arbeitete mit Dirigenten wie Frans Brüggen, William Christie, Reinbert de Leeuw, Yakov Kreizberg, Claus Peter Flor, Gennady Rhozdestvensky, Ed Spanjaard, Jan Willem de Vriend, Kenneth Montgomery, Reinhard Goebel, Lev Markiz, Michael Zilm, Jaap van Zweden, Jos van Veldhoven und David Porcelijn und singt regelmäßig auf bedeutenden Konzertbühnen im In- und Ausland [Amsterdam, Berlin, London, Paris, Madrid, Mailand, New York und Tokio]. Auftritte führten ihn zu vielen internationalen Festivals in den Niederlanden [Holland Festival Amsterdam, Alte Musikfest Utrecht, Niederländische Musiktage, Musica Sacra Maastricht], Deutschland [Händel Festspiele Halle, Rheingau Musik Festival Eberbach, Feste Musicali Köln], Belgien, Frankreich [Paris, Versailles, La Chaise Dieu], Portugal [Lissabon, Mateus], Spanien [Salamanca, Santiago de Compostela], Italien [Rom, Lucca, Ravenna], Litauen [Vilniaus Festival] und den Iran [Fadjr International Music Festival Teheran].

Sein Repertoire reicht von den Vokalwerken J. S. Bachs und dessen Zeitgenossen [er bekam eine goldene Platte für seine Aufnahme auf Deutsche Grammophon der Evangelistenpartie in der niederländische Fassung von der Matthäus Passion], über solistische Motetten für “haute-contre” von François Couperin, den grossen geistlichen Werken und Oratorien Händels, Haydns, Mozarts, Mendelssohns, Rossinis, Orffs, Honnegers und Stravinskys, bis zu weniger üblichen Werken wie zum Beispiel “Le Vin Herbé” von Frank Martin, “Dies Natalis” von Gerald Finzi, “Serenade” und “Nocturne” von Benjamin Britten, “Job” von Peter Maxwell Davies und zeitgenössischen Kompositionen von Peter Schat, Claude Vivier und John Cage.

Mit seinen Klavierbegleitern Hans Adolfsen und Ernst Munneke gibt Marcel Beekman regelmässig Liederabende, in denen neben dem traditionellen Liedrepertoire [neulich erschien auf D.G./Universal Music die niederländische Bearbeitung der „Schöne Müllerin“ von Schubert, genannt „Zomerreis“] vor allem zeitgenössischen Werke zu Gehör gebracht werden. Marcel sang viele Uraufführungen von Komponisten wie Elmer Schönberger, Roderik de Man, Martijn Padding, Jacques Bank, António Chagas Rosa, Myriam Marbe und Jeff Hamburg.

Auf der Opernbühne konnte man ihn erleben in “Orfeo” von Claudio Monteverdi [Pastore], „L’Ipermestra“ von Francesco Cavalli [Berenice], “Les Indes Galantes” von J. Ph. Rameau [Valère und Damon], „Arminio“ von Heinrich Ignaz von Biber [Germanico], “Alceste” von Ch. W. Gluck [Hohepriester von Apollo, sowie Apollo], “Down in the valley” von Kurt Weill [Brack Weaver], “Eine Saison in der Hölle”, ein vierteiliges Musikdrama von Roderik de Man, Theo Abazis, Barbara Woof und Paul Bruinen [Arthur Rimbaud], “Erinnerung am Taipingsee” von Xu Shuya [Wu Zhengwen] und in “Jona” von Willem Breuker [Titelrolle], auch erschienen auf DVD.

Marcel Beekman wird vertreten vom SOREK ARTISTS MANAGEMENT